Smartvote: Grüne und SP stehen abseits

Wen wählen? Vor dieser Frage stehen die Bieler Stimmbürger am 25. September bei den Gemeindewahlen. Smartvote ist eine Online-Wahlhilfe, wo die Kandidaten sich zu politischen Themen äussern. Ergebnis ist die sogenannte Smartspider mit diametralen Dimensionen, wie: liberale Gesellschaft/Law & Order, liberale Wirtschaftspolitik/ausgebauter Umweltschutz, offene Aussenpolitik/restriktive Migrationspolitik, restriktive Finanzpolitik/ausgebauter Sozialstaat. Der Wähler kann denselben Fragebogen ausfüllen und sieht, welche Politiker am ehesten mit seinen Vorstellungen übereinstimmen. Die meisten Bieler Parteien beteiligen sich an Smartvote, nicht so die SP und Grünen. «Wollen sie sich um klare Positionen drücken?», fragt SVP-Stadträtin Sandra Schneider.

Das wollen Rot und Grün nicht auf sich sitzen lassen. «Smartvote hat ein schlechtes Preis-Leistungs-Verhältnis», meint Urs Scheuss, Präsident der Grünen. Es koste viel und die meisten Fragen hätten keinen Bezug zu Biel. Franz-Dominik Imhof, Co-Präsident der SP, ergänzt: «Smartvote hat Probleme, welche sich umso stärker akzentuieren, je bevölkerungsnäher die politischen Fragen sind.» Das Ja/Nein-Schema führe in Verbindung mit den vereinfachten Gegensätzen Liberal/Konservativ» und «Links/ Rechts» zu verzerrten Ergebnissen. So erschienen SP-Kandidaten oft als konservativer als Vertreter der CVP oder BDP. Grüne wie SP wollen daher die Wahlhilfe des Bieler Vereins «Keine Partei» unterstützen. Für die
SVP sind das Ausreden. «Smartvote ist mittlerweile etabliert», so Schneider. «Warum machen die Linken an nationalen und kantonalen Wahlen bei Smartvote mit, wenn das Angebot so schlecht sein soll?» Zudem könne man Smartvote eigene Themenvorschläge zusenden, «damit städtische Themen besser berücksichtig werden.»

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Quelle: BIEL-BIENNE

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