Biel: Die Stehauf-Stadt

Lange galt Biel als Boomtown – auch damals, als unser Autor dort arbeitete. Heute, da es der Stadt schlecht geht, fragt er sich: Wie düster ist die Lage wirklich?

In Biel musst du dich selbst erfinden. Du kannst schnell aufsteigen, aber auch schnell wieder abstürzen.“ Andreas Urweider, pensionierter Pfarrer der reformierten Kirche in Biel, schaut völlig ungerührt. Der Wuschelkopf mit den grauen Haaren nimmt einen Schluck Rotwein und lächelt.

Urweiders Analyse trifft den Nagel auf den Kopf. Schaut man auf die letzten zwanzig Jahre, dann sieht man in den 1990er Jahren eine Stadt am Boden vor sich: Arbeitslose, Abwanderung, Konkurse allenthalben. Biel, die Krisenstadt. Doch dann gelingt es ihr, sich am eigenen Schopf aus dem Sumpf zu ziehen. Die Stadt blüht auf, entzückt mit der Expo.02 die ganze Schweiz und wird zur „Boomstadt“. 2007 jubiliert die NZZ am Sonntag: „Die Arbeitslosenquote Biels ist von einst 10 Prozent auf das tiefste Niveau aller großen Schweizer Städte gefallen.“

Ja, Biel ist eine Stehaufstadt – bis heute. Zurzeit lernt sie gerade wieder einmal neu das Gehen. Diesmal ist sie als Stadt mit der höchsten Sozialhilfequote der Schweiz in den Schlagzeilen. Als Stadt, die radikal sparen muss; Ende April kommt das größte Sparpaket seit 1992 ins Parlament. Als Stadt, deren Regierung im Innern zutiefst zerstritten ist und in der Dauerkritik von außen steht. „Biel: Die Stehauf-Stadt“ weiterlesen

Weitere Millionen vom Bund für die Stadien?

In seiner Antwort auf eine Motion bekräftigt der Gemeinderat sein Interesse an einem dritten Eisfeld in den Stades de Bienne, um den Eishockeyverband nach Biel zu holen. Kommt das Feld, zahlt der Bund weitere sechs Millionen an den Bau.

Die geplanten Stades de Bienne
Die geplanten Stades de Bienne

Stadträtin Sandra Schneider hat mittels dringlicher Motion gefordert, in den Stades de Bienne mit mehr Garderoben, Konferenzräumen und einem zusätzlichen Eisfeld zu planen, um einen weiteren nationalen Sportverband zu locken. Namentlich den Eishockeyverband. Der Gemeinderat beantragt nun in seiner Antwort, die Motion in ein Postulat umzuwandeln und als erfüllt abzuschreiben. Grund: Die Motion würde zwar strategische Stossrichtungen unterbreiten, aber keine Forderungen stellen, die in konkrete Beschlüsse in der Kompetenz des Stadtrates gekleidet werden könnten.

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Stadien sind primär für die Sportler!

Mein Leserbrief, der (leicht gekürzt) im Bieler Tagblatt vom 25. September 2013 erschienen ist:

Ein Multiplexkino für Biel – ja oder nein? Die Frage spaltet die Bevölkerung je hälftig in Befürworter und Gegner. Ich möchte darauf hinweisen, dass die Bieler Stadien primär eine Sporteinrichtung sind. Sie soll Heimstätte für Fussball, Eishockey und weitere Sportarten sein. Dazu gehört nicht nur die Spielfläche, sondern auch ausreichende Infrastrukturen wie Trainings- und Übernachtungräume. Gerade letzteres ist in Biel knapp bemessen.

Statt weiter in eine kommerzielle Mantelnutzung zu investieren, sollte man sich überlegen, ob eine Optimierung zugunsten der Sportinfrastruktur nicht die bessere Lösung wäre – für die Stadt wie auch für die Sportler. Eine attraktive Infrastruktur bietet die Chance, dass Biel zusammen mit Magglingen zur begehrten Sporthauptstadt der Schweiz wird.

Sandra Schneider, Stadträtin SVP,
Präsidentin Junge SVP Biel-Seeland, Biel

Dringliche Motion: Mantelnutzung optimieren: Mehr Räumlichkeiten für Sportler schaffen und Hockey-Akademie nach Biel holen!

Biel rühmt sich als Sportstadt – und dies zu Recht: Biel und Magglingen sind Sitz von Swiss Tennis, dem nationalen Trainingszentrum der Kunstturner und des Bundesamts für Sport (BASPO). Bald folgen die nationalen Leistungszentren der Curler und der Frauenfussballer. Durch die vermehrten Aktivitäten und Events der Sportvereine wird unsere Stadt auch in anderen Gebieten gefordert sein: Die Nachfrage nach Trainings- und Konferenzräumlichkeiten steigt, vor allem werden die Bedürfnisse für zweckmässige und kostengünstige Übernachtungsmöglichkeiten immer grösser. Diese Räumlichkeiten fehlen heute und müssen erst noch geschaffen werden. Die Idee dahinter ist, dass Sportler diese Räumlichkeiten für Trainingslager, für Kurzaufenthalte oder für mehrtägige Turniere nutzen können.

Weiter kommt hinzu, dass Swiss Ice Hockey immer noch einen Sitz für ihre geplante Hockey-Akademie sucht. Für Biel bietet sich hier die einmalige Chance, diese Akademie ins Seeland zu holen und mit den Stades de Bienne einem Verband mit internationaler Ausstrahlung eine Heimstätte zu bieten. Gemäss heutigem Planungsstand wird das neue Eisstadion jedoch weniger Eisflächen aufweisen als jetzt. Die Schaffung eines zusätzlichen, dritten Eisfeldes – konzipiert als Ganzjahres-Eisfeld – wäre eine optimale Ergänzung. Dadurch liessen sich Synergien mit dem BASPO nutzen, von denen auch Bobfahrer, Shorttrack- und Eiskunstläufer profitieren und die Stades de Bienne so landesweit als attraktive Trainingsstätte bekannt machen.

Biel muss diese Chance aber jetzt nutzen. Die Stades de Bienne befinden sich momentan im Bau. Es ist aber immer noch problemlos möglich, auf die Wünsche und Bedürfnisse der Sportvereine umfassend Rücksicht nehmen zu können.

Aus diesen Gründen fordere ich den Gemeinderat auf:

  1. Die Mantelnutzung ist verstärkt für die Schaffung von zusätzlichen Räumlichkeiten für die Sportler auszurichten. Dies beinhaltet insbesondere die Errichtung zweckmässiger Übernachtungsmöglichkeiten und zusätzlichen Trainings-, Umkleide- sowie Konferenz-Räumen.
  2. Die Schaffung eines zusätzlichen, dritten Eisfeldes, welches als Ganzjahres-Eisfeld konzipiert ist.
  3. Die Stadt Biel nimmt Kontakt und Verhandlungen mit Swiss Ice Hockey auf, damit die geplante Hockey-Akademie nach Biel kommt.

Sandra Schneider, Biel/Bienne, 06.06.2013
Fraktion SVP/Die Eidgenossen

>> Vorstossantwort

Dringliche Interpelltation: Stades de Bienne: Inwieweit wurden die Sportklubs und -verbände in die Planung miteinbezogen?

Die Zweckmässigkeitsstudie der Stades de Bienne wurde den betroffenen Nutzern (Sportklubs, Verbände, etc.) zur Stellungnahme vorgelegt. Bislang sind diese jedoch noch etwas verunsichert darüber, inwieweit ihre Eingaben tatsächlich übernommen und definitiv umgesetzt werden.

Der Einbezug der Sportvereine, Klubs und Verbände in die Planung ist äusserst wichtig. Ihre Anforderungen und Bedürfnisse sollen beim Neubau der Stades de Bienne im Vordergrund stehen. Als Sportstadt ist es für Biel unabdingbar, dass die Interessen der Sportvereine und –verbände umfassend berücksichtigt werden.

Ich bitte den Gemeinderat deshalb, folgende Fragen zu beantworten:

  1. Welche Änderungsvorschläge wurden von den Sportklubs und Verbänden eingebracht?
  2. Welche wurden abgelehnt, und weshalb?
  3. Wurden die Sportvereine und Verbände über die geplante Raumeinteilung in den Stades de Bienne orientiert? Wenn ja, wie äusserten sie sich dazu?
  4. Wurde bei der Planung die Schaffung von genügend Garderoben für Männer/Jungen und Frauen/Mädchen berücksichtigt? Ist eine zusätzliche Garderobe für Frauen/Mädchen, welche aufgrund vermehrt gemischtgeschlechtlicher Teams wohl nötig sein wird, vorgesehen?
  5. Inwiefern wurden anderweitige Trainingsmöglichkeiten wie beispielsweise eine Schiessanlage, einen Kraftraum oder eine Turnhalle in den Planungen berücksichtigt?

Sandra Schneider,  Biel/Bienne, 06.06.2013
Fraktion SVP/Die Eidgenossen

>> Vorstossantwort

Regiotram fährt Zusatzschlaufe

Um knapp zwei Jahre wird sich das Regiotram verzögern. Frühstens 2022 wird das erste Tram durch die Stadt fahren. Für die Verantwortlichen überwiegen die Vorteile der Verschiebung.

(fm) Das Regiotram wird mindestens zwei Jahre später gebaut als geplant. Das teilte gestern die Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion (BVE) des Kantons Bern mit. Dies, weil sich die Abstimmungen in Biel und Nidau zum Bauprojektierungskredit von 2013 auf 2014 verschieben werden. Als Begründung gibt die BVE an, dass im Zusammenhang mit der A5-Umfahrung und den geplanten flankierenden Massnahmen weitere Abklärungen getroffen werden müssten. Die Verschiebung trägt auch der angespannten finanziellen Situation der Stadt Biel und des Kantons Rechnung. Baubeginn wäre somit 2018.
Alle am Regiotram beteiligten Instanzen betonen jedoch, dass man ungebrochen am Projekt fest halte. Die Gegner wittern allerdings bereits Morgenluft.

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Zwangspause für das Regiotram: Jetzt die Übung abbrechen statt weitere Millionen ausgeben!

Medienmitteilung der Jungen SVP Biel-Seeland

Die kantonale Baudirektion hat entschieden, die Bieler und Nidauer Abstimmung über das geplante Regiotram um rund zwei Jahre zu verschieben. Für die Junge SVP Biel-Seeland ist damit klar, dass dieses Prestige-Projekt auf finanziell wackligen Beinen steht und deren Zukunft mehr als ungewiss ist.

Die Junge SVP Biel-Seeland hätte es begrüsst, wenn der Kanton an einer Grundsatz-Abstimmung für den Frühling 2013 festgehalten hätte. Nun werden weitere Millionen für die Planung ausgegeben, obwohl ungewiss ist, ob die Nidauer und die Bieler Bevölkerung das Regiotram überhaupt wollen oder nicht.

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Das Regiotram ist überflüssig

Sandra Schneider an der Bieler Braderie

Der Neubau einer SBB-Haltestelle für die bessere Erschliessung Bözingens ist der richtige Weg. Er macht denn auch den Bau des Regiotrams überflüssig. Die Kosten für die Haltestelle sind mit rund 14 Millionen Franken massiv tiefer als der Bau des Regiotrams, welches bereits heute auf über 330 Millionen Franken beziffert wird.Hinzu kommt, dass beim Regiotram noch die Gleise in die Strassen eingebaut werden müssen. Aus Biel würde eine Grossbaustelle. Mit der SBB-Haltestelle würde die bereits vorhandene Infrastruktur genutzt und aufgewertet.

Die Bieler Bevölkerung ist sehr Tram-kritisch eingestellt. Dies konnten wir an der JSVP-Standaktion an der Braderie feststellen. Viele sind grundsätzlich mit dem bestehenden ÖV-Netz zufrieden. Nicht wenige sagten, dass sich die Stadt auf den Neubau der Stadien oder die Renovierung der Schulräumlichkeiten konzentrieren sollte. Mit dem Neubau einer SBB-Haltestelle in Bözingen ist ein Regiotram aus unserer Sicht endgültig überflüssig geworden.

Sandra Schneider,
Präsidentin Junge SVP Biel-Seeland und Stadtratskandidatin SVP Biel

(Dieser Beitrag wurde als Leserbrief im Bieler Tagblatt vom 26.07.2012 veröffentlicht.)

 

Sandra Schneider engagiert sich aktiv im Kampf gegen das Regiotram. Besuchen Sie die Kampagnen-Seite der Jungen SVP Biel-Seeland und werden Sie Mitglied in unserem Komitee: www.tram-nein.ch

Neue Stadien statt unnötige Prestige-Projekte: Biel braucht die richtigen Prioritäten!

Leserbrief von Stadtratskandidatin Sandra Schneider und Gemeinderatskandidat Beat Feurer zu «Ich glaube eher an Plan B» und «Niemand zweifelt an den Stadien» – BT, 23. Juni

Wir waren zu Gast an der Infoveranstaltung des ehemaligen EHC-Spielers Beat Cattaruzza, an der über die Zukunft der Stadien berichtet wurde. Beat Cattaruzzas Effort und Einsatz für die Sportstadt Biel hat uns sehr beeindruckt. Für solch engagierte Persönlichkeiten, die weiterhin an Biel als «Stadt der Zukunft» glauben und wirken, dürfen wir sehr dankbar sein. Wir Politikerinnen und Politiker sollten sein Passspiel nun aufnehmen und uns Richtung Tor bewegen. Für unsere Hockey- und FussballTeams braucht es dringend neue Stadien.

Neue Stadien statt ein 332-Millionen-Regiotram!

Der Bau und deren Finanzierung wäre bereits heute machbar. Und wie genau soll dies mit der knappen Kasse der Stadt Biel gehen? Ganz einfach: Man müsste nur die Prioritäten richtig setzen! fultonbank.com Dies bedeutet, dass PrestigeProjekte wie Regiotram oder Agglolac zurückgestellt werden. Was nützen uns teure TramGleise, wenn diese zu alten und verwaisten Stadien führen? Unsere Teams wollen weiterhin für Biel spielen, packen wir es an, dass sie dies auch weiterhin können.

Beat Feurer, Gemeinderatskandidat, SVP Biel
Sandra Schneider, Stadtratskandidatin SVP Biel

 

Sandra Schneider sagt NEIN zum Regiotram
Auf der Kampagnen-Website des JSVP-Komitees gegen das Regiotrams finden sie mehr Infos und Argumente zum geplanten 332 Millionen Franken teuren Prestige-Projekt Regiotram
www.tram-nein.ch