Postulat: Kein künstlicher Stau auf den Bieler Verkehrsachsen!

Vor etwas mehr als einem Monat wurde die Ost-Umfahrung der A5 eröffnet. Dadurch sank das Verkehrsaufkommen auf der Achse Madretschstrasse / Mettstrasse spürbar. Eine Entlastung, welche besonders den Anwohnern dieser wichtigen Verkehrsachse zugutekommt. Für viele ist unverständlich, dass nun bei der Bahnunterführung auf der Madretschstrasse eine Ampel installiert worden ist. Mit der Lichtsignalanlage wird der Verkehr auf der für die Stadt Biel nach wie vor wichtigen Verkehrsachse an diesem Punkt nunmehr wechselseitig als Einbahnstrasse geführt. Als Folge davon bildet sich – besonders zu Stosszeiten – ein langer Rückstau. Durch dieses künstliche Fahrhindernis werden die namentlich die Anwohner entlang dieser Verkehrsachse be- statt entlastet.

Diese als „flankierend“ gedachte Verkehrsmassnahme wirkt sich auch für innerstädtische Verkehrsflüsse negativ aus. Statt einen unnötig langen Umweg über die Autobahn zu nehmen, wird sich der Verkehr entlang anderer Strassen verlagern. Es muss daher mit Mehrverkehr in anderen Quartieren gerechnet werden, was auch bei öffentlichen Verkehrsmitteln zu unnötigen Behinderungen führt. Sollte die Autobahn-Umfahrung aufgrund von Bauarbeiten oder eines Unfalls unpassierbar sein, wird sich zudem der ganze Durchgangsverkehr wieder einen Weg durch die Stadt suchen. Die künstliche Verengung von wichtigen Verkehrsachsen allein schon nur wegen diesen Überlegungen als nachteilig oder gar kontraproduktiv anzusehen.

Aus diesem Grund fordern wir den Gemeinderat auf, folgende Massnahmen zu prüfen:

  1. Die Lichtsignalanlage bei der Bahnunterführung Madretschstrasse / Mettstrasse wird entfernt und der wechselseitige Verkehr wird wieder ermöglicht.
  2. Die von der kantonalen Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion (BVE) als „wichtige Gemeindestrasse“ ausgewiesenen Strassenabschnitte werden von flankierenden Verkehrsmassnahmen soweit ausgenommen, so dass der Durchgangsverkehr nicht eingeschränkt resp. künstlich „gestaut“ wird.
  3. Verkehrsrechtliche Änderungen oder Einschränkungen von Gemeindestrassen unterstehen künftig dem ordentlichen Einspracheverfahren.

Sandra Schneider (Fraktion SVP/Die Eidgenossen)
Biel/Bienne, 13.12.2017

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