Gegen die Sperrung der Bermenstrasse

Knapp 1200 Unterschriften hat der Bäcker Peter Holliger gegen die Pläne der Stadt gesammelt, die Bermenstrasse auf einem Abschnitt zu sperren.

Wenn Strassen für den motorisierten Individualverkehr (MIV) gesperrt werden oder dieser durch Massnahmen ausgebremst wird, reagieren die Autofahrer emotional. Das war zuletzt bei der Unterführung Madretschstrasse/Mettstarsse zu beobachten, wo die Stadt den wechselseitigen Einbahnverkehr eingeführt hat. Gleich zwei Petitionen wurden gegen die Neuerung lanciert, die Teil der verkehrlich flankierenden Massnahmen (vfM) zum A5-Ostast ist. Diese sollen die Quartiere vorab vom Durchgangsverkehr entlasten.

Ebenfalls zu den vfM zählt die geplante Sperrung der Bermenstrasse zwischen dem Blumenrain und dem Beundenweg. Auch bei dieser Massnahme war der Ärger bei der Ankündigung gross, doch die Gegnerschaft ist schon einen Schritt weiter: Sandra Schneider (SVP) hat bereits einen Vorstoss im Stadtrat eingereicht, der auf einen Verzicht der Sperrung für den MIV fordert. Und Peter Holliger, der am Beundenweg eine Bäckerei betreibt, hat gestern seine Petition mit 1170 Unterschriften Vize-Stadtschreiber Julien Steiner übergeben.

Man verstehe den Wunsch der Stadt, den Verkehr zu reduzieren und dadurch die Lebensqualität zu steigern, sagte Holliger. Bei einer kompletten Schliessung der Strasse für den MIV würden ihm aber die Kunden fernbleiben. Er spricht sich deshalb stattdessen für die Einführung von Tempo 30 oder sogar einer Begegnungszone aus. Der Bieler Gemeinderat wird voraussichtlich im ersten Quartal 2018 zur Petition Stellung nehmen.

Quelle: lsg, Bieler Tagblatt

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