Postulat: Kunsteinkäufe beschränken

Die Stadt Biel verfügt über eine umfassende Kunstsammlung, welche Jahr um Jahr grösser wird. Bei einer Online-Abfrage des Inventars auf der Website der Stadt Biel werden insgesamt 8‘194 Einträge aufgelistet. Zum Vergleich: Bei Einreichung der Motion „Kunstsammlung der Stadt Biel auktionieren – den Erlös zweckgebunden verwenden“ vom August 2014 wurden noch etwas über 7‘700 Werke ausgewiesen.

In der Interpellation 20150260/Sandra Schneider „Kunsteinkäufe der Stadt Biel: Wurde der Ausgabenstopp missachtet?“ gibt der Gemeinderat an, dass allein im Jahr 2013 insgesamt 96‘191 Franken für den Erwerb neuer Kunstwerke ausgegeben worden sind. Dieser Betrag entspricht in etwa den Werten früherer Jahre. Der Gemeinderat hat nun die Kunstkommission angewiesen, die Strategie für die Ankäufe von Werken zu überarbeiten. Dieser Schritt ist löblich, sollte die Kommission sich künftig auf gezielte Schwerpunkte fokussieren. Allerdings soll sie weiterhin „in Ausnahmefällen herausragende Werke erwerben“. Diese Formulierung ist nicht nur schwammig, sie ist quasi eine Hintertüre, um die bisherige, durchaus fahrige Einkaufspolitik weiterzuführen. Ein Beispiel hierzu liefert der Kauf von vier Werken des Künstlers Parzival. Neben zwei Zeichnungen befindet sich ein mit Filzstift beschriftete Papiertragtasche darunter. Die vier Werke wurden zusammen für 4‘000 Franken (!) erworben.

Im Sinne der Strategieänderung und ihrer neuen Zielausrichtung sind weniger finanzielle Mittel für den Ankauf neuer Kunstwerke erforderlich. Eine Obergrenze von 20‘000 Franken pro Jahr ist daher aus Sicht der Motionärin ausreichend.

Aus diesem Grund fordere ich den Gemeinderat auf, dass der jährliche Etat für den Einkauf von Kunstwerken auf maximal 20‘000 Franken veranschlagt wird.

Sandra Schneider, Fraktion SVP / Die Eidgenossen
Biel/Bienne, 17. März 2016

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